Weltreise starten – Ich bin dann mal weg

Bis jetzt bin ich noch die Ruhe in Person. Mein Backpack ist gepackt und die Tramperpappe vorbereitet. Das heißt ich bin bereit, meine Reise anzutreten. Zuerst soll es für mich Richtung Polen gehen. Meine Mutter ist so lieb und fährt mich zur Autobahn, um mich an der Raststätte Wolfslake abzusetzen. Ich habe schon vorher die Erfahrung gemacht, dass es leichter ist, von einer Raststätte mitgenommen zu werden. Denn hier kann man einen direkten und persönlichen Kontakt zum Fahrer aufbauen und damit gleich ein gewisses Vertrauen herstellen. 

Auf dem Weg dahin steigt die Aufregung. Meine Mutter setzt mich ab und wir verabschieden uns. Und dann geht es auch schon los. Ich gehe auf die einzelnen Fahrer zu und suche das Gespräch. Eine halbe Stunde verstreicht und ich realisiere, dass hier keiner Richtung Polen fährt. In diesem Moment macht sich der Gedanke in mir breit, ob ich hier auch Richtung Osten wegkomme.

Doch schnell entscheide ich mich einfach in die andere Richtung zu fahren. So nimmt mich nach einer weiteren Stunde ein älteres Ehepaar mit nach Magdeburg. Sie lassen mich an einem Autohof raus. Heute noch Polen zu erreichen kann ich wohl vergessen. Was jetzt?

Doch dann fällt mir plötzlich ein Transporter mit polnischen Kennzeichen ins Auge. Ich renne hin und frage den Fahrer, wo er hinfährt und ob er mich mitnehmen würde. 5min später sitze ich im Auto nach Breslau.

Da fahre ich in die exakt andere Richtung und genau dort finde ich jemanden der mich mit nach Polen nimmt. Damit habe ich keinesfalls gerechnet. Was für ein Zufall!

Willkommen Breslau!